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Rockfestival - 19. März 2005 Düren
Das KOMM in Düren veranstaltet sehr oft Konzerte für und mit lokalen Bands und da der Konzertraum nicht besonders groß ist – für geschätze 120 Mann - kommt hier eigentlich immer sehr schnell eine recht gute Atmosphäre zustande. So auch an diesem Samstag, 19. März, beim Rockfestival als ein Set mit O-Zero, Roof Of The Mouth und Dischoir lockte. Allerdings verlief der Abend etwas anders, als man es erwartet hätte..

Rockfestival - 19. März 2005  Düren Opening Act: Dischoir

Um 21 Uhr betraten Dischoir die Bühne. Meiner Meinung nach eine der Bands in Düren, die noch eine ganze Menge auf die Beine stellen können und auch werden. Die Jungs legten sofort mit gehöriger Power und Groove los und was mal sehr selten bei einem Opening Act ist: Schon beim zweiten Stück 'In The Mood' tanzte vor der kleinen Bühne im KOMM ein netter Mosh-Pit. Die Jungs um Frontmann Fab rockten und sprangen, was das Zeug hielt und überzeugten das Publikum mit ihren Songs, die an Abwechslungsreichtum und Fantasie erst mal ihresgleichen suchen müssen. Hat der Refrain noch Rage Against The Machine-Flair, ist im Interlude schon eine gehörige Portion Tool zu finden. Auch an ihren Instrumenten sind die Jungs sehr fit. Gitarrist Arndt verstand es mehr als einmal, die Leute durch seine überzeugende Gitarrenarbeit in ihren Bann zu ziehen. Die Stimmung war super und Dischoir holten bereits zur frühen Stunde fast das Maximum aus den Zuhörern im mittlerweile schon sehr gut gefüllten KOMM.
Mit 'Bitches' beendeten Dischoir ihr Set und man sah den letzten wirklichen Mosh-Pit des Abends.
Sichtlich erschöpft aber sehr zufrieden verließen die Vier die Bühne und machten Platz für die zülpicher Formation Roof Of The Mouth.

Dischoir

Weiter geht´s mit Roof Of The Mouth

Rockfestival - 19. März 2005  Düren Als sie nach fast einer halben Stunde Change-Over mit einer Selbstinterpretation von Green Day´s 'Sassafrass Roots' starteten, war das KOMM schon deutlich leerer als noch beim Opening Act. Die drei Jungs und das Mädel hinterm Schlagzeug gaben ihr Bestes mit einer guten Mischung aus Covern und eigenen Songs, die alle deutlich im Punk-Rock anzusiedeln sind. Wohl auch, weil die Gruppe in Düren recht unbekannt ist, war die Stimmung etwas verhaltener. Auf der Bühne hingegen hatten die Jungs ihren Spaß. Zwar war auch hier weniger Bewegung, als noch bei Dischoir, aber das hatte seinen Grund, denn wie ich später von den Vieren im Gespräch erfuhr, war das ihr Debüt-Gig und wenn man das dann unter diesem Aspekt betrachtet, war der Gig auf jeden Fall ein solider Start in die Bühnenpräsenz.
Schlagzeugerin Laura prügelte ihre Mannen im dreckigen Punk-Rock-Stil vorwärts und gegen Ende sprangen dann doch noch ein paar Mann vor der Bühne herum. Nach einer Zugabe verabschiedeten sich Roof Of The Mouth unter einem annehmbaren Applaus des dürener Publikums.

Der Headliner: O-Zero

O-Zero waren mir bis dato genauso unbekannt wie Roof Of The Mouth, was in mir natürlich auch Neugier weckte, auf das, was mich erwarten würde. O-Zero sind vier Mann aus Gemünd und haben auch schon etwas mehr Erfahrung auf der Bühne als ihre Vorgänger. Sie präsentierten ebenfalls eine Mischung aus Remakes/Covern und eigenen Stücken. Beim zweiten Song 'Enter Sandman' im Punk-Rock-Gewand bewegten sich immerhin wieder ein paar Mann im mittlerweile schwach besetzten Saal. Auch die Gemünder konnten leider nicht das halten, was zu Anfang des Abends versprochen wurde. Sie spielten ein wirklich sehr solides Rockfestival - 19. März 2005  Düren Set herunter, was allerdings für meinen Geschmack etwas zu lang gewesen ist und von zu vielen Coversongs geprägt war. Eigentlich schade, denn die Jungs haben es drauf. Bassist Marius rotzte aus seinem Bass ein paar schöne Slap-Einlagen und Gitarrist Simon wäre in jedem Fall auch ein sehr guter Funk-Player. Hätte mich gefreut, mehr eigenes Material von den Mannen um Sänger David zu hören.
Zwar zollten die Zuhörer tüchtig Applaus, aber Bewegung war hier nicht mehr drin.
Wie schon zu Anfang angedeutet, war die Atmosphäre den ganzen Abend über gut, allerdings haben Dischoir auf ihre Art den Leuten gezeigt, wer Headliner hätte sein müssen - alleine schon, weil sie die Lokalmatadore gewesen sind - was allerdings gegenüber den anderen Bands nicht abwertend gemeint ist. Aber das Publikum bestätigte das und die Leute sind es nun mal, denen man sich als Musiker stellen muss. Ich denke, eine andere Reihenfolge der Bands hätte das Konzert eine Ecke besser aussehen lassen und dem Abend eine kontinuierliche Steigerung gegeben.
Trotzdem war das Rockfestival im KOMM eine runde Sache und es ist schön, dass es in Düren viele Leute gibt, für die das Motto „Support Your Local Music Scene!“ Programm für das Wochenende ist!

O-Zero

Hier noch ein paar Infos zur Backline:

Gitarre: Marshall Combos, Plexi Amp, 70er Mac
Bass: Hartke 3500 auf Gallien Krüger 4x10“ „Backline“

Instrumente Dischoir:
Pearl czx
92er Fender Precision Bass mit Japan Hals
50W Marshall Combo
Ibanez Gitarre

Intrumente Roof Of The Mouth:
Yamaha Stage Custom Drum Set
65er Fender Stratocaster
Gibson SG
Ibanez SR Bass

Instrumente O-Zero:
Yamaha Stage Custom Drum Set
Fender Stratocaster
LTD
Autor: Dennis Stevens