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Alternate Eve
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zum Mag! Aber gerade gönnt sich 'Alternate Eve' eine verdiente Pause! Den nächsten Sendetermin erfahrt ihr demnächst an dieser Stelle!
Spanking the Monkey, A.OK & Tribute to Nothing - 01. November 2004 - Aachen
Die Bilder vom Konzert seht ihr hier.

Montagabend, 19 Uhr im Aachener Hauptquartier. Die kleine gemütliche Stube ist schon schön gefüllt. Und das ist auch kein Wunder, denn heute am Tag nach Halloween lockt die Daring Transposition Tour 2004 die Musikbegeisterten aus dem Haus. Die rockigen Spanking The Monkey aus Heinsberg, die unglaublichen Tribute To Nothing aus England und die weitgereisten A.OK aus Brasilien standen schon in den Startlöchern, um den Club gehörig zum Beben zu bringen. Gegenüber der Theke hatte man einen kleinen Merch-Stand aufgebaut, an dem man die diversen, schicken Fanartikel erwerben konnte. Und wer sich schon komplett eingedeckt hatte, der konnte mit den einzelnen Bandmitgliedern ein Pläuschchen halten oder einfach ein Bierchen an der Theke zischen.

„Where is the fucking cannabis?“ - A.OK legen los

A.OK aus Brasilien
Gegen halb Acht machte die fünfköpfige Truppe A.OK den Auftakt. Gut angeheitert und auch sonst bester Laune schmetterten Raphael, Ricardo, Hayden, Dennis und Daniel ihren brasilienischen Melodic Punk-Mix den freudig mitgroovenden Zuschauern entgegen. Zwischen den Songs bedankte sich Sänger Daniel in seinem auf der Tournee angelernten deutsch für die Aufmerksamkeit und das begeisterte Feedback des Publikums. Und auch der kleine Aussetzer der Gitarre, der mit Hilfe von Daniel Mohren, dem beherzten Gitarristen von Spanking The Monkey, wieder behoben werden konnte, tat dem Auftritt der Südamerikaner keinen Abbruch. A.OK´s Frontmann drückte auch seine Freude darüber aus, dass er und seine Jungs so eine große Tour fernab ihrer Heimat machen konnten. Mit der neuen Gitarre wurde dann weitergerockt und den Fans gefielen die Songs vom neuen Album „Absurdo“ auf Anhieb. Und immer im Wechsel, mal aus dem Publikum und mal von Sänger Daniel, wurde die Frage laut; „Where is the fucking cannabis!?“ Nach ca. 45 Minuten beendeten die Jungs ihren Gig unter heftigem Applaus.

Ladies and Gentlemen please welcome: Spanking The Monkey

Spanking The Monkey
Nach einer kurzen Umbaupause legten dann die drei Herren Daniel „Moe“ Mohren (Gitarre, Gesang), Thomas „da Renk“ Krenkelberg (Schlagzeug) und Michael „Mic“ Heinrich (Gesang/Bass) los. Gleich zu Beginn legte sich Moe auf die Schnauze, da der Boden unter einigen Bierladungen bereits gelitten hatte. Aber das haut einen echten Gitarrero natürlich nicht um und so rockte er gleich weiter. Zu ihrem Set gehörten viele Songs ihrer aktuellen Platte „Apathetic Society“ wie „Loveletter“, „Better Do The Carrots“, „New Rawk New Show“ und „Sharing American Style“. Klar, dass es ordentlich abging, denn STM´s Streetpunk animiert einfach nur zum Mitrocken und das taten die ca. 60 Besucher auch auf kleinstem Raum. Moe, Renkes und Mic waren auch, obwohl sie bereits einige anstrengende Wochen des Tourens hinter sich haten, in Bestform und gaben alles. Keiner der Jungs stand lange still, immer wieder wurde rumgehüpft und abgerockt.
Ihr Gig dauerte auch ungefähr 45 Minuten, danach war leider keine Zeit mehr für jegliche Zugaben, obwohl sowohl die Zuschauer als auch die Fans gerne noch weitergerockt hätten. Aber man hatte einen Zeitplan, den man einhalten musste.

„Hey, we´re a band from England called Tribute To Nothing!“

Tribute To Nothing aus England
Nach einer erneuten Umbauphase, in der sich Sam (Gesang, Gitarre), Jim (Bass), Ben (Schlagzeug) und Gitarrist Kris noch das ein oder andere Bier genehmigten, ging´s dann auch gegen 21 Uhr 10 los. Die Post-Hardcore-Legende aus Worcester hat schon so einige Bühne der Welt zerlegt und auch heute hatte sie keine Probleme ihre waghalsige Show auf diesem kleinen Platz durchzuziehen. Denn die, die noch nicht in den Genuss gekommen sind, Tribute To Nothing live zu erleben, sollten wissen, dass die vier Jungs keinen Moment stillstehen, sondern mit ihren Instrumenten, Mikroständern und anderen Körperteilen durch die Luft wirbeln, als sei der Leibhaftige in sie gefahren. Und überraschender Weise treffen sie dabei auch noch jeden Ton! Und genau das spielte sich dann auch im Hauptquartier ab, wobei Sam´s Mikroständer dem an der Decke angebrachten Netz einige Male bedenklich nahe kam. Keine Frage, auch heute lieferten die drei Brüder zusammen mit ihrem Gitarristen wieder erstklassigen Post-Hardcore gemischt mit der richtigen Live-Attitüde. Und das gefiel den Zuschauern sichtlich, alle bangten, hüpften und rockten mit. Und auch die Bandmitglieder der anderen Bands mischten sich unters rockende Volk. Die Jungs gaben unter anderem viele Songs ihres aktuellen und mittlerweile fünften Silberlings „Act Without Words“ zum besten. Einen Song widmeten sie der Radiolegende John Peel, der als Erster Napalm Death auf BBC gespielt hatte. Peel war vergangene Woche während seines Urlaubs an einem Herzinfarkt gestorben. Gegen 22 Uhr war der Gig zuende, aber das wollte das Publikum nicht gelten lassen und so durften die Jungs noch mit Erlebnis des Clubbesitzers eine Zugabe geben. Was den durch und durch gelungenen Abend noch abrundete. Danach wurde abgebaut und man konnte entweder wieder dem Bier oder den guten Unterhaltungen mit den Bandmitgliedern fröhnen.
Eine Woche sind die drei Bands noch unterwegs, wer sie noch live erleben will, der checkt hier die Dates.
Autor: Vera Bunk