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Spirit X-Mas Tour 2005 - 28. Dezember 2005
Am Mittwoch, den 28. Dezember, machte die Spirit X-Mas Tour in der guten alten Rockfabrik in Übach-Palenberg halt. Und dieses Jahr glänzte das Line-Up durch die exquisitesten Hardcore und Metal-Core Bands wie zum Beispiel Caliban, Narziss, Destiny, Six Reasons To Kill und Fear My Thoughts. Allerdings war auch das noch nicht alles, denn obendrauf gab´s noch die Jungs von Neaera aus Münster zu sehen, und als lokaler Support dabei: Pitfall aus Heinsberg. Und bei der Aftershow-Party sollte DJ Tommy noch ordentlich die Plattenteller drehen. Der Abend versprach also so einiges! Und als sich die Türen um 18 Uhr öffneten strömten schon eine Menge Leute in die Rocke und verteilten sich in dem separaten Raum, wo der Merch aufgebaut war, sowie in dem eigentlichen Konzertraum. Und dann ging´s auch schon los!

Spirit X-Mas Tour 2005 - 28. Dezember 2005Kick Off mit Pitfall

Um kurz vor halb sieben wurden die Lichter das erste Mal im Raum gedimmt und Pitfall schlugen die ersten Takte an. Die fünf Jungs gaben auch direkt mit 'Desert' Vollgas. Leider blieb das Engagement von Drummer Kane, Bobby am Bass, Sänger Clep und den Gitarristen Jo und Seppo bei den anwesenden Jungs und Mädels etwas erfolglos. Zwar standen schon viele im Saal, aber leider in einem riesigen Halbkreis um die Bühne verteilt. Und der Sound war auch nicht gerade der beste des Abends. Aber dennoch gab die Truppe weiterhin alles. Und immerhin bekamen sie nach jedem Song Applaus und die ein oder anderen Kopfnicker konnten auch ausgemacht werden. Pitfall gaben einige Songs ihrer aktuellen EP 'Our Love For Oppression' wie 'Deus Ex Machina' oder 'Maquarade Of Hate' zum Besten, wie auch den Track 'Gutter', den ihr euch auch hier bei Pitfall @MySpace.com anhören könnt. Nach zwanzig Minuten ordentlichen Shoutings und kräftig was auf die Ohren, war die Show leider schon vorbei und die Jungs verabschiedeten sich. Zeit zum Umbauen. Mehr Pics von Pitfall Website Pitfall


Spirit X-Mas Tour 2005 - 28. Dezember 2005Und gleich der Nächste - Six Reasons To Kill

Als nächstes sollten die Jungs von Six Reasons To Kill aus Koblenz auf der Bühne Platz nehmen. Und schon wurde der Freiraum vor der Stage von mehreren Leuten eingenommen. Der Umbau ging, wie allgemein an diesem Abend - zum Glück sehr schnell, und so standen die vier Musiker um Sänger Christian schon um 19 Uhr parat um loszulegen. Und auch schon wie bei der Vorgängerband, ging´s direkt von 0 auf 100 und endlich sah man die ersten Windmühlen des Abends durch´s Pit kreisen. Und auch auf der Stage gab´s viel zu sehen, Gitarrist Marco rannte ebenso wie Bassist Matthias und Gitarrist Loc wie wild hin und her und stieß Shouter Christian dabei ein paar Mal fast um.
Und Schlagzeuger Florian schlug mächtig auf die Pauken. Zu hören gab´s ältere Songs, aber hauptsächlich Tracks vom neuen Album 'Reborn', wie 'Symbols Of Ignorance', 'Cutting Away' und 'Addicted To Love (Life's Dead End Path)', die sich großer Beliebtheit erfreuen konnten. Keine Frage, die Jungs haben mächtig Pfeffer im Arsch! Lediglich auffällig und auch ein wenig eintönig war die Tatsache, dass fast jeder Song mit einem gewaltigen Schrei begann. Aber den anwesenden Kids gefiel´s und sie machten ordentlich Party im Pit. Nach einer halben Stunde war dann aber Schluss und es musste erneut umgebaut werden. Mehr Pics von Six Reasons To Kill Website Six Reasons To Kill


Spirit X-Mas Tour 2005 - 28. Dezember 2005Narziss - „Kommt mal nach vorne!“

Nach einer knappen viertel Stunde gab´s dann auch schon den Startschuss für die fünf Mannen von Narziss. Das Besondere an der Band aus Jena neben der gekonnten Vereinigung aus melodiösem Gesang und heftigen Geshoute ist wohl, dass sie hauptsächlich auf deutsch singen, eine Kombination, die im Hardcore- oder Metalcore-Bereich eher fremd ist. Aber das macht wohl auch den Reiz aus. Und Steffen Adolf (Drums), Steven Kretschmar (Bass), Sebastian Metzner (Gitarre), Alexander Bartsch (Gesang) und Johannes Müller (Gitarre) und ihr Sound waren sich der Begeisterung der Anwesenden sicher und wurden ganz gut abgefeiert, obwohl sich jetzt der Anteil an Kopfnickern wieder vergrößerte und weniger Windmühlen zu sehen waren. Besonders als ihr Song 'Entstelltes Bild' angestimmt wurde, gab es im Pit aber wieder kein Halten mehr. Da war das kleine technische Problem mit der Gitarre, das sich bereits nach dem ersten Song ergeben hatte, schon wieder völlig vergessen. Sänger Alex kommunizierte sehr viel, vielleicht sogar ein bisschen zu viel, mit dem Publikum und unterstrich seine Forderung immer wieder, dass er „ein wenig Schwung in die Knie“ der Leute bringen wollte. Zum Ende des Gigs hin sprang ein begeisterter Fan auf die Bühne und poste ordentlich mit. Dann umarmte er Frontmann Alex sogar und wollte die Bühne gar nicht mehr verlassen. Erst nach erneuten Zappelattacken warf er sich mit einer 360° Drehung zurück ins Publikum. Und nach dem letzten Song war dann um 20 Uhr 10 Schluss für die fünf Jungs. Mehr Pics von Narziss Website Narziss


Spirit X-Mas Tour 2005 - 28. Dezember 2005Neaera - Das Pit kocht über!

Um halb Neun war der Platz vor der Bühne richtig proppe voll. Der Grund: Neaera aus Münster. Und schon von Anfang an war Partystimmung angesagt. Es wurde gemosht, gepogt und gefeiert, während Shouter Benjamin Hilleke die Menge immer weiter mit aggressiven Shouts anheizte. Auch von Neaera gab´s ´ne ordentliche Mischung Shoutings und cleanen Gesang zu hören. Und jetzt gab´s auch die ersten Stagediver zu sehen. Und es brodelte immer weiter im Moshpit. Unter jeder Menge Doublebassattacken von Drummer Sebastian Heldt sprangen die beiden Gitarristen Tobias Buck und Stefan Keller, sowie auch Bassist Benjamin Donath wie wild umher. Hier ging´s wirklich richtig ab! Viele Songs von 'The Rising Tide Of Oblivion' (2005) prasselten innerhalb der halben Stunde, die die Jungs zur Verfügung hatten, auf die Kids im Pit nieder. Neaera haben definitiv Headliner-Qualitäten an den Tag gelegt, aber leider war hier dann auch pünktlich Schluss und mit gebührendem Applaus beendeten die Jungs ihr Set. Mehr Pics von Neaera Website Neaera


Spirit X-Mas Tour 2005 - 28. Dezember 2005Weiter im Text mit Fear My Thoughts

Um viertel nach neun erschallte ein wahrer Urschrei von Frontmann Mathias Benedikt von Ockl und der Gig von Fear My Thoughts begann. Man merkte gleich, dass die Jungs aus Freiburg sehr gut aufeinander eingespielt waren, da wurde ordentlich gepost und herumgesprungen. Drummer Norman Lonhard, Bassist Bartosz Wojciechowski und die Gitarristen Patrick Hagmann und Markus Ruf, sowie Mathias genossen den Zuspruch vom Publikum. Allerdings kam der Frontmann, der ebenso wie die Vorgängerbands gekonnt Shoutings mit melodiösem Gesang verband, etwas arrogant rüber, er sprach dauernd im Imperativ, der Befehlsform, mit dem Publikum wie zum Beispiel; „Da vorne ist noch ´ne Lücke, ich habe Zahnschmerzen, also nach vorne jetzt!“ Außerdem grabschte er während des Gigs auch schon mal gerne seinen Gitarristen an. Diese ganze Rock´n`Roll-Attitüde wirkte eher unpassend, aber das schien der Musik wenigstens keinen Anklang zu tun, denn die Kids feierten im Pit und es gab sogar vereinzelt Windmühlen zu sehen. Auch der letzte Track stammte von Fear My Thoughts´ neuem Album 'Hell Sweet Hell'. Das ganze Spektakel dauerte eine halbe Stunde, dann war wieder Zeit zum Umbauen. Mehr Pics von Fear My Thoughts Website Fear My Thoughts


Spirit X-Mas Tour 2005 - 28. Dezember 2005Abwechslungsreich - Destiny

Zwanzig Minuten später und nach einem kurzen Intro standen sie auf der Bühne: Destiny. Die Vier gaben auch gleich richtig Gas, zwar war es ein wenig leerer geworden, dafür gab´s aber nach jedem Song mächtig Applaus und im Pit ging´s auch richtig ab. Sebastian Formella an der Gitarre, Jim Patrick hinterm Schlagzeug, Bassist Sascha Bath-Ahmer und Sänger Johannes Formella gaben sehr viele Songs ihres aktuellen Longplayers 'The Tracy Chapter' wie zum Beispiel 'Forsaken Love', 'Reyes', 'Skies Dressed In Black', 'To Embrace Beauty', 'Tibi - Omnia Quae Sum', 'Your Diary' und 'Passing Moments' zum Besten, aber auch einige von der 2002er Platte 'Diving Into Eternity' wie 'An Ardent Wish' und 'Scenic Road'. Das Schöne an Destiny´s Sound ist, dass neben den aggressiven Parts auch sphärische, ruhigere Instrumentalparts ihren Platz finden. Und das kam auch bei den Anwesenden sehr gut an. Und auch die „Bass-um-sich-selbst-herumwerf“-Einlage von Sascha sorgte für Verblüffung. Aber auch hier war leider nach einer halben Stunde Schluss. Die Jungs verabschiedeten sich freudig und bedankten sich für den Zuspruch der Fans. Mehr Pics von Destiny Website Destiny


Spirit X-Mas Tour 2005 - 28. Dezember 2005Caliban - „Zerstört das Haus!“

Endlich wurde es Zeit für den Headliner des Abends: Caliban. Als nach zwanzig Minuten geschäftigen Treibens auf der Bühne endlich alles für die Jungs bereit stand, wurde es ruhig im Saal und alles wurde in rotes Licht getaucht. Vor der Bühne war es jetzt richtig voll und als Frontmann Andy Dörner verantwortlich für die Shouts- und Growl-Parts, Gitarrist Marc Görtz, Bassist Marco Schaller, Drummer Patrick Grün und Gitarrist Denis Schmidt, der auch die Melodie-Parts übernimmt, erschienen und ihre Plätze einnahmen, schrien die Fans begeistert auf. Und losgelegt wurde mit 'I´ve Sold Myself' vom letzten Album 'The Opposite From Within' (2004). Die Herren – wie immer alle ganz in schwarz gekleidet – machten eine gute Figur auf der Bühne und lieferten – ebenfalls wie immer – eine ordentliche Show. Dennoch entschuldigte sich Andy nach der Begrüßung noch dafür, dass ihn und Denis die Grippe erwischt hätte, beide aber trotzdem versuchen würden, alles zu geben. Und dann ging´s auch schon weiter. Caliban lieferte eine ausgewogene Mischung Tracks fast aller ihrer alten Platten. Da gab es 'Forsaken Horizon' und 'Vicious Circle' vom 2003er Output 'Shadow Hearts', 'Fire Of Night' und 'Love Taken Away' vom 2001er Album 'Vent' und 'The Revenge' von der Split-CD zusammen mit Heaven Shall Burn 'The Split Program 2' aus dem Jahre 2005. Natürlich fehlten die Hammer-Tracks 'Stigmata', 'My Little Secret' und vor allem 'The Beloved And The Hatred' der 'The Opposite From Within'-Scheibe nicht. Aber es gab auch zwei neue Songs vom im kommenden Februar erscheinenden Album 'The Undying Darkness' auf die Ohren und zwar 'I Rape Myself' und 'A Song About Killing', sowie die neue Single 'It´s Our Burden To Bleed'. Alle Songs wurden begeistert aufgenommen und gnadenlos im Pit abgefeiert. Und auch die berühmt berüchtigte Wall Of Death fehlte nicht. Und als Andy die Jungs und Mädels aufforderte auf die Bühne zu kommen, um zu stagediven, wurde dieser Aufforderung natürlich gleich nachgekommen. Einer nach dem anderen rannte quer über die Bühne und warf sich ins Publikum, leider landete dabei nicht jeder auch auf den Händen der anderen, aber wirklich verletzt wurde zum Glück niemand. Und auch der Frontmann selbst wagte sich einmal in die Menge als er sich kreischend weit über den Bühnenrand lehnte und von den Fans ins Pit gezogen wurde. Auch gab Andy den Fans immer wieder die Gelegenheit laut ins Mic mitzubrüllen.
Als dann nach fast einer Stunde und dem Song 'Goodbye' Schluss sein sollte, machten die Fans noch mal richtig Krach bis die Fünf wieder zurück kamen und sich noch zu zwei Zugaben hinreißen ließen. Und nun wurde noch mal alles gegeben und so endete dieses Hardcore-Metal-Spektakel in einem einzigen Moshpit und tosendem Applaus um kurz nach zwölf. Völlig erschöpft aber glücklich verabschiedeten sich die Jungs bei ihren Fans!
Nach diesem sechs-stündigen Mosh-Marathon waren wohl alle zufrieden, vor allem die Fans. Die Tour war also ein voller Erfolg! Allen, die diese Tour verpaßt haben sollten, sei gesagt, dass sich Caliban im März erneut auf Tour durch Deutschland begeben werden. Mehr Pics von Caliban Website Caliban
Autor: Vera Bunk