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zum Mag! Aber gerade gönnt sich 'Alternate Eve' eine verdiente Pause! Den nächsten Sendetermin erfahrt ihr demnächst an dieser Stelle!
Start a Revolution / Win The Day / Organic. / Eyesight 02. Oktober 2005 - Aachen
Um in den Tag der Deutschen Einheit ordentlich rein zu rocken, gab es am Sonntag, 02. Oktober 2005, im Aachener Nightlife genügend Gelegenheit, denn beim Battlecat Showdown hatten sich Eyesight, die Berliner von Win The Day, die Lokalmatadore Organic. und die noch ganz junge Band Start A Revolution, die an diesem Abend ihr erstes Konzert bestreiten sollten, angekündigt. Ab 22 Uhr sollte es losgehen und zahlreiche rockbegeisterte Aachener waren der Einladung gefolgt und so versprach es ein turbulenter Abend zu werden.

Eyesight – Aus dem schönen Saarland

EyesightWie angekündigt starteten gegen 22 Uhr Eyesight und schon jetzt war der Platz vor der Bühne gut gefüllt. Und sofort gaben Sänger Andreas Braun und Co. ordentlich Gas. Sie lieferten auf jeden Fall eine gute Portion Punk-Rock und sorgten auch dafür, dass die Jungs vor der Bühne mit den Köpfen mitwippten. Zwischen den Songs plauderte Andreas auch gerne mal ´ne Runde mit den Zuschauern und verkündete, dass sie gerade auch auf Tour mit Win The Day seien, die wir ja später noch zu sehen bekommen würden. Außerdem betitelte er das Aachener Publikum – ohne Scherz - als Bestes, das sie während der Tour bis jetzt gehabt hatten. Das lag wahrscheinlich auch an dem üppigen Applaus, der nach jedem Track gespendet wurde. Aber genug der Worte, nächster Song und weiter gerockt. Frontmann Andreas hüpfte durch die Gegend, Andreas Krautkrämer malträtierte seinen Vier-Saiter ganz schön und bei Gitarrist Dennis Selzer gab´s auch kein Halten mehr. Die vier Springensfelde wussten auf jeden Fall zu unterhalten und ihr dreistimmiger Gesang gefiel bei ihrer Darbietung besonders gut. Um zehn vor elf war dann aber Schluss für die Jungs und unter begeistertem Applaus und naßgeschwitzt verließen die Vier die Bühne. Zeit zum Umbauen. Mehr Pics von Eyesight Website Eyesight

Organic. - Die perfekte Show

Organic.Als der letzte Ton von Eyesight verklungen war, ertönte gleich wieder Musik aus den Boxen. Verantwortlich dafür war DJ Muya, der die Besucher während der Umbauphasen und nach dem Konzert unterhalten sollte. Und das tat er auch. Während sich das Feld vor der Bühne ein wenig lichtete, begannen Organic. mit dem Aufbau ihres Equipments. Fünfundzwanzig Minuten später standen die fünf Jungs dann gestriegelt und gebügelt auf der Bühne und das Konzert konnte beginnen. Und mit 'Call Us Hopeless' ging´s los. Der ganze kleine Club war mittlerweile auch wieder proppe voll geworden und die Menge ging von Anfang an gut mit. Kein Wunder, denn Organic. sind in der Kaiserstadt kein unbeschriebenes Blatt, schon bei zahllosen Konzerten haben sich die Fünf eine feste Fanbase erspielen können. Und diese schien auch heute vollzählig versammelt zu sein. Schon beim ersten Song forderte Sänger Thorsten die Meute auf zu springen und die folgte ihm auch gleich und hüpfte auf Kommando. Nach dem Track richtete Thorsten eine kurze Begrüßung an die Anwesenden und dann wurde gleich mit 'The Certain Smile' fortgesetzt und schon bildete sich ein zünftiges Moshpit in der Mitte des Raumes. Es ist bestreitbar, dass Organic. eine perfekte Show lieferten, die alle Fans glücklich gemacht hat, auch als Thorsten auf der Stelle laufend alle dazu angehalten hatte, es ihm gleich zu tun und der gesamte vordere bis mittlere Bereich aussah als würde er gerade beim Aerobic-Training sein, aber stellenweise wirkte dieses ganze „Fan-animierungs-Programm“ auf mich doch ein wenig einstudiert bzw. zu routiniert. Auch Aussagen wie; „So, an dieser Stelle muss ich euch jetzt animieren!“ oder: „So an dieser Stelle muss ich jetzt ein paar Leute grüßen!“ trugen zu diesem Eindruck bei. Aber dennoch kann man Organic. eine einwandfreie, technisch perfekte Show attestieren. Es gab sogar eine Wall Of Death, die eigentlich nur bei derben Hardcore-Shows ihren Einsatz findet. Bei 'Won´t Waste My Time' grölte dann auch noch mal der ganze Club mit, bevor mit 'Picture Of A Good Son' eine Ode an die Väter zelebriert wurde. Ein Highlight war auf jeden Fall auch das Outcast-Cover 'Hey Ya', bei dem alle begeistert – nach Thorstens Anleitung – mitklatschten. Danach wurden noch Mädels aus der ersten Reihe auf die Bühne geholt und durften mitgrooven, außerdem gab´s vom Frontmann noch Liebesgrüße an Freundin Katharina, die um 24 Uhr ihren Geburtstag beging, bevor dann mit 'Make My Day' vom 2002er Album 'Softdrink Soundtracks' das letzte Lied angestimmt wurde. Aber selbstverständlich kamen die Jungs nicht einfach so davon und mussten eine Zugabe spielen, diese war dann 'All The Days'. Wer auch mal Zeuge dieser wahnsinns Show werden will, der kann die Jungs am 31. Oktober bei der Halloween-Party im Aachener Malteser Keller erleben. Mehr Pics von Organic Website Organic.

Start A Revolution – Auf zu neuen Ufern!

Start A RevolutionAls um viertel nach zwölf Schicht im Schacht für Organic. war, war aus den Boxen wieder DJ Muya´s Set zu hören und die Jungs von Start A Revolution begannen damit ihre Instrumente aufzubauen. Dies ging auch alles problemlos von statten, allerdings erwies sich das Aufhängen der riesigen Flagge, die das Bandlogo trug, an der Rückwand doch schwieriger als vermutet und so konnten die Jungs nur mit Hammer und Nagel dem Problem Herr werden. Währenddessen verließen viele Leute erstmal den Platz vor der Bühne um sich an der Bar ein erfrischendes Kaltgetränk zu organisieren. Dann vollzog sich auch ein kompletter Besucher-Wechsel und pünktlich zum Beginn der Start A Revolution-Show standen wieder jede Menge Fans bis an den Rand der Bühne und freuten sich erwartungsvoll auf das, was da kommen möge. Und das sollte eine ganze Menge sein! Um zwanzig vor eins ging das Licht aus und es erschallte das atmosphärische Intro aus den Boxen und gleich darauf 'Mankind Mania'. Begeistert wurde mitgepogt! Danach begrüßte Frontmann und Gitarrist Patrick Portnicki erstmal ausgiebig das Aachener Publikum und bedankte sich für das zahlreiche Erscheinen. Selbst Mitglieder aus seiner alten Band Pencilcase waren gekommen, um dieses erste Konzert mitzuerleben. 'When You Say My Name' war der nächste Song, der den Anwesenden um die Ohren geknallt wurde, ein herrlicher Track, der mit den Gegensätzlichkeiten von Wut und Sanftheit spielt und unwahrscheinlich gut ins Ohr geht. Da waren sich auch alle Zuschauer einig, denn alle hüpften begeistert mit. Leider war der Sound nicht ganz so gut wie zuvor bei Organic., aber das konnte Niemandem die Stimmung versauen. Sowieso gaben Patrick, David Vonberg, ebenfalls an der Gitarre, Bassist Jens Breuer und Schlagzeuger Samuel Dickmais alles und waren mit ihren „Gitarren-umher-schwing-Moves“ eine Augen- wie Ohrenweide. Lustig war auch die Ordensverleihung an einen gewissen Kai, mit dem Patrick zuvor eine Wette abgeschlossen hatte. Er hatte Kai versprochen, wenn sich dieser ein Band-T-Shirt kauft und dann auch noch in der ersten Reihe richtig abrockt, dann bekommt er einen Orden verliehen. Tja, Kai hatte das T-Shirt an und rockte auch anständig, so wurde er auf die Bühne gebeten und bekam einen vom Frontmann selbst gebastelten Orden umgehängt. Großartiges Entertainment! Aber damit nicht genug, erst wurde jedem, der an diesem Abend Geburtstag hatte, noch ein ordentliches „Has Jeburtstach, Au Hur!“ gewidmet und dann versprach Patrick demjenigen, der „den coolsten Move“ macht, spontan auch noch ein Band-T-Shirt umsonst. Danach gab´s natürlich Stagediver, Crowdsurfer und wilde Tänzer en masse zu sehen. Doch zurück zur Musik: Start A Revolution gaben desweiteren 'I Have To Clarify', 'Hopeless Anthem' und das perfekte Mitgröl-Lied 'Don´t Waste Your Time' von ihrer Promo-CD zum Besten. Und als beim letzten Lied des Sets 'The Day We´ve Been Waiting For' - ebenfalls auf der Promo zu finden - noch mal alle die Stimmen erhoben und rumhüpften stand spätestens fest, dass es für die Band keine bessere oder erfolgreichere Feuertaufe hätte geben können! Gegen viertel nach eins legten die Jungs ihre Instrumente nieder und es kam zur feierlichen T-Shirt-Vergabe an den besten Crowdsurfer, aber gleich darauf bombardierte die Masse die Band mit entschlossenen „Zugabe-Rufen“. Darauf antwortete Patrick nach erneuten Danksagungen mit den Worten: „Ihr wollt eine Zugabe, hab ich das richtig gehört? Na, dann macht mal einen Vorschlag für ´ne Nummer, wir haben nämlich keine Songs mehr!“ Das ließen sich die Fans nicht zweimal sagen und wählten 'When You Say My Name' mit der Nummer zwei zu ihrem Favoriten. Einzige Bedingung vom Sänger: Alle sollten so lange klatschen, bis die Jungs wieder alle ihre Instrumente in den Händen hielten. Das war aber ein Leichtes und so fand das Konzert dann mit der Wiederholung von 'When You Say My Name' in einer ausgelassenen Party sein endgültiges Ende. Zweifelsohne haben Start A Revolution bereits mit ihrem allerersten Konzert und mit ihrem individuellen Style, den sie selbst als „1st Shot Emo-Riot“ bezeichnen, eine wahre Revolution losgetreten und allen, die am Sonntag nicht da waren, sei ein Besuch eines ihrer Konzerte heiß ans Emo-Core-verliebte Herz gelegt und uneingeschränkt zu empfehlen! Und die nächste Gelegenheit bietet sich sicherlich, checkt hier die Dates und nix wie hin!

08. Oktober - Bürgerhaus Besseringen - Besseringen (Saarland)
20. Oktober - Klangstation - Bonn
26. November - Punk im HOT - Herzogenrath

Mehr Pics von Start a Revolution
Website Start A Revolution

Win The Day – Ende mit Paukenschlag

Win The DayNach diesem Start A Revolution-Erlebnis lichtete sich der ganze Club erstmal gewaltig, während die Kollegen von Win The Day mit dem Aufbauen begonnen. Aber leider war, als die Berliner um zehn vor zwei mit ihrem Set starteten, nur noch ein Bruchteil der Besucher übrig. Aber das hinderte die Jungs nicht daran gleich hundert Prozent zu geben. Und ihre solide Mischung aus Screamo und Emo-Core gefiel auf jeden Fall! Besonders auch der gemischte Gesang von Sänger und Gitarrist Florian Reich, Bassist Sebastian Zahn und Gitarrist Martin Pilgrimm. Die Jungs, die ja schon zehn Tage Tour zusammen mit Eyesight hinter sich hatten, ließen den Zuschauern, die sich mit der Zeit wieder versammelten keine Verschnaufpause. Zu hören gab´s unter anderem 'To Deserve Another Chance' und 'In The End It´s All The Same'. Und die Jungs rockten die Bühne nach allen Regeln der Kunst, keine Sekunde standen sie still, erst drehten sich um die eigene Achse und brüllten dann wieder ins Mikro. Auch hier war klar, diese Jungs wissen, was sie tun! Ungestüme Energie trifft auf rohen, ungekünzelten Sound, eine Mischung, die mitten in die Magengegend trifft und den Arsch bewegt! Mit der Band fand dieser gelungene Abend gegen zwanzig nach zwei sein würdiges Ende und eigentlich waren alle Bands, Eyesight wie Organic., Start A Revolution ebenso wie Win The Day ein Headliner für sich! Wer nicht da war, hat definitiv was verpasst! Mehr Pics von Win the Day Website Win The Day

Weitere Fotos vom Abend findet ihr auf der Homepage des Nightlife-Aachen
Autor: Vera Bunk