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Der Preis des Verbrechens' Volume 1
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'THIS IS SPINAL TAP - 25th Anniversary Edition'
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Alternate Eve
Die RadioShow auf Antenne AC
zum Mag! Aber gerade gönnt sich 'Alternate Eve' eine verdiente Pause! Den nächsten Sendetermin erfahrt ihr demnächst an dieser Stelle!
Walls Of Jericho – 15. Juli 2005 – Bonn Nyx
Die Bilder vom Konzert seht ihr hier.

Schönes Wetter genießen, hieß es am Donnerstag, doch lediglich nur bis 18 Uhr. Warum nur bis 18 Uhr? Ganz einfach, Walls Of Jericho spielten im Bonner Nyx und knapp zwei Stunden vor ihrem Auftritt startete der „Boom“ auf die Tickets. Wer das Nyx kennt der weiß, dass man dort nicht lange fackeln darf, denn es gab nur genau 150 Tickets für das Konzert – sonst hätte man sich auch im Club stapeln müssen. Nach einem gemütlichen Faulenzen in der Bonner Altstadt, machte man sich dann auf in das kleine, aber feine Nyx.

Walls Of Jericho – 15. Juli 2005 – Bonn NyxWalls Of Jericho – Circle Pit mal mit Kurve

Kurz vor Beginn spazierte Sängerin Candace, die gerade aus Richtung Zentrum kam, den Hintereingang hinein. Doch wer vorne durch den Haupteingang rein musste, durfte alles außer Platzangst haben. Links die Theke, rechts die Bühne genau in einer Ecke aufgebaut, an der Bühne vorbei noch mal ein kleiner Raum. Nach kürzester Zeit waren diese beiden kleinen „Räumchen“ jedoch proppe voll und man befand sich ruck zuck in einer Sauna. Die Bühne war aber perfekt ausgerichtet, so dass quasi „jedes“ Publikum, egal welcher Raum, die Bühne sehen konnte. Nach ein paar Minuten standen dann auch schon alle Fünfe auf der winzigen Bühne. Dann ertönte schon der erste Klang von 'All Hail The Dead', das Publikum in „Raum 1“ (an der Theke), war eher gespickt mit weiblichen Anhängern der Band und Leuten, die sich nicht unbedingt bei jedem Konzert eine blutige Nase verpassen lassen wollten. In „Raum 2“ (der Mosh-Raum quasi), ließ sich nicht lange bitten und gab sofort Gas, es herrschte eine Stimmung, die man nur aus Videos von USA-Konzerten kannte: kleine Klitsche, flache Decke und bombastische Stimmung. Doch es war laut, zu laut für Frontfrau Candace und so wollte sie ihr Mikro etwas leiser haben, doch das war gar nicht so einfach. Nach der Forderung nach: „Down, down, down!“ folge dann: „Up, up, up!“ Und nach einigem Hin und Her hatte der Techniker dann endlich die gewünschte Lautstärke erreicht. Dann ging´s Non-Stop weiter, nach ein paar Liedern kam die Aufforderung, einen Circle Pit durch den kompletten Laden zu machen, jedoch war Publikum „1“ damit nicht so einverstanden und weigerte sich. Doch dann lockte Candace mit einem Gratis-Shirt für den, der die Masse dort in Bewegung bringt. Nun ja, Ergebnis war allerdings nur, dass die Tanzwütigen von Publikum „1“ zu Publikum „2“ kamen. Um so größer war die Party, mehr als die Hälfte der Stagediver landeten jedoch auf dem blanken Boden. Natürlich verzichtete man auch nicht auf ausgebiege Sing-a-longs und Aufforderungen zu einem noch größeren Pit. Bei 'Jaded' sangen sogar außergewöhnlich viele weibliche Stimmen mit und die Band motivierte das Publikum jedes Mal auf´s Neue. Doch dann kam auch schon „the last song“: 'Revival Never Goas Out Of Style' und dort waren nochmal beide Anhängerschaften gefragt, das Mikro wurde abwechselnd immer in das andere Publikum gehalten und sorgte so für einen kleinen Wettkampf. Danach war aber Ende, auch wenn es keiner wahr haben wollte. „Zugabe“- und „One More Song!“- Chöre brachten alles nichts. Gitarrist Mike blieb rigoros: „No more Song“, nachdem er auf taube Ohren stieß sagte er sogar: „Nein, Songs!“ Einige dachten daraufhin vielleicht „nine“ Songs, jedoch täuschten diese sich dort gewaltig. Ruck zuck wurde abgebaut – endlich wieder frische Luft.

Fazit: Für die müden 7 € war die Show mehr als nur „Ja, toller Gig“ oder „War ganz okay“, die Show war einfach bombastisch, vor allem durch die Größe des Clubs herrschte eine sehr familäre Stimmung und natürlich auch durch die geringe Zuschauerzahl. Wer Walls Of Jericho bis jetzt nur von großen Festival-Bühnen oder etwas größeren Konzerthallen kennt, der hat auf jeden Fall einiges verpasst!
Autor: Mario Klein