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Alternate Eve
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zum Mag! Aber gerade gönnt sich 'Alternate Eve' eine verdiente Pause! Den nächsten Sendetermin erfahrt ihr demnächst an dieser Stelle!
You Get What You Deserve – 26. Januar 2007, Mönchengladbach – Projekt 42
Am 26. Januar 2007 schickten sich vier Bands an, dem Publikum im Mönchengladbacher Projekt 42 ordentlich eins auf die Mütze zu geben. Mit von der Partie waren The Ice aus Köln, Nasty aus Belgien, The Platoon aus Mönchengladbach und Crisis Never Ends aus Stuttgart. Die besten Voraussetzungen für einen Abend voller Zerstörungskraft waren also gegeben. Um 20 Uhr 30 öffneten sich die Türen des Ladens, damit die Show pünktlich um 21 Uhr beginnen konnte. Was aber daraus geworden ist, lest ihr am besten selbst nach.

You Get What You Deserve – 26. Januar 2007, Mönchengladbach – Projekt 42Mit kleiner Verspätung - The Ice

Den Anfang machten an diesem Abend The Ice aus Köln. Das Projekt 42 hatte sich langsam gefüllt und so konnten die Jungs mit einer Verspätung von vierzig Minuten anfangen. Zu Anfang stand nicht fest, ob die Kölner diesen Gig überhaupt spielen konnten, da ein Bandmitglied Verdacht auf eine Blinddarmentzündung hatte. Aber es gab Entwarnung und so standen sie um 21 Uhr 40 auf der Bühne und legten direkt mit 'Powertrip' los. Wer bisher nicht wusste, was ihn dort erwarten sollte, dem wurde unmissverständlich klar gemacht, dass es hier um Hardcore der alten Schule geht. Leider war das Publikum noch nicht ganz in der Stimmung, um aus sich rauszukommen und so ging es dann erstmal weiter mit 'Spitting Venom' und 'Pressure'. Siehe da, es gab doch die ein oder andere Gestalt, die sich wagte die Kicks auszupacken und das Eis war gebrochen. Als erste Band taten Frontmann Christian, Gitarrist Michael, Drummer Manzon und Bassist Heiko ihr Bestes und wärmten die Menge vor der Bühne ordentlich auf. Auch während 'Into The Light' und 'Shedding Skin' gab es die ein oder andere Mosheinlage zu bewundern und The Ice zockten ihr Set souverän durch. Als letzter Song sollte laut Setlist 'Stay Hungry' folgen, welchen Christian auch ansagte. Die Band stellte sich drauf ein, diesen Track zu spielen, nur Manzon überlegte es sich anders und startete die Drums vom Integrity-Klassiker 'Systems Overload', was für verwunderte Blicke und Lacher auf der Bühne sorgte. Mit den Worten: „Unser Drummer, der Arsch, hat entschieden, dass der letzte Song ein Coversong wird“, wurde dann auch dieser durchgezockt und The Ice hatten die Sympathien auf ihrer Seite. Um 22 Uhr räumten sie die Bühne, um Platz zu machen für den nächsten Act. Mehr Pics von The Ice The Ice: MySpace

You Get What You Deserve – 26. Januar 2007, Mönchengladbach – Projekt 42Nasty – Beatdown Monster

Zwanzig Minuten später standen Nasty aus Belgien auf den Brettern. Kurzer Soundcheck in Form von 'Zweifel', eine knappe Begrüßung und dann ging es auch schon mit einem Techno-Intro los. Dies sorgte für einige Tanzeinlagen seitens der Zuschauer, wobei sich einer ganz besonders verausgabte und die ohnehin schon gute Stimmung noch ein wenig anheizte. Ein Blick ins Publikum und es war klar, dass die Leute jetzt bereit waren, die Hölle losbrechen zu lassen. Und genau das passierte bereits bei den ersten Tönen von 'Last Shirt'. Die Leute vor der Bühne fingen an wild um sich zu treten, gaben Windmills zum Besten, während sich Frontmann Matthi die Seele aus dem Leib grölte. Es folgten 'Chaos' und 'Just Us', bei denen sich vor der Bühne immer mehr Leute zum Moshen verleiten ließen. Unterstützung bekamen Gitarrist Georgy, Bassist Ludo, Drummer Fritz und Shouter Matthi während 'The Boys' von Norman, dem Fronter von Capital Punishment, und der Beatdown Mosh konnte weitergehen. Immer mehr gaben vor der Bühne ihre Kunststücke zum Besten und alle hatten sichtlich Spaß an der Show. Solide zockten die fünf jungen Herren ihr Set durch, warben noch kurz für eine andere Show am nächsten Tag und machten sofort mit 'Spitting Hatred', der ebenfalls auf ihrem Album 'Declaring War' zu hören ist, weiter. Bevor Nasty die Stage verließen gab es noch 'Dirty Fingers' und 'Declaring War' auf die Ohren und der Mob tobte zu den brachialen Sounds, die da auf der Bühne entstanden. Um 22 Uhr 55 war dann Schluss für Nasty und die Bühne wurde umgebaut für die nächste Truppe. Mehr Pics von Nasty Nasty: Website / MySpace

You Get What You Deserve – 26. Januar 2007, Mönchengladbach – Projekt 42Heimspiel für The Platoon

Um 23 Uhr 20 war es dann Zeit für The Platoon aus Mönchengladbach. Hier ging es direkt mit 'Zero Gravity' zur Sache und das Ganze kam von vorneherein wesentlich rotziger daher. Da die Herren hier ein Heimspiel gaben, ging auch vor den Brettern einiges ab, wobei Fronter Marcel noch mehr wollte und sich nicht scheute von der Bühne zu steigen und die Meute mit seinem eigenen Aggressionspotential aufzumischen. Ohne lange Reden ging es weiter mit 'Ducttapes & Razorblades' und die Gitarristen Björn und Daniel, sowie Drummer Selim und Bassist Daniel, gaben alles, um den Leuten vor der Stage eine ordentliche Party zu bescheren. Dies wurde in Form von erneuten Mosheinlagen gewürdigt und einige überkam sogar die Lust, fröhlich mitzugrölen. Den Zuschauern dürstete es nach mehr und das sollten sie mit 'Ghost Town Anthems' und 'Deathgame' bekommen. Hier wurde geballert, was das Zeug hält, und Fronter Marcel heizte die Menge weiterhin an. Es folgten noch 'Blackout Tactics' und 'Homicide Blues'. Einflüsse aus dem Punk konnte man hier gut erkennen, obwohl sich die Band im Groben im Bereich von Bands wie Terror und Madball bewegt. Schnell, laut und aggressiv ging es hier zur Sache und beendet wurde die Show mit 'Bloodmoney', was noch einmal alles aus den Zuschauern herausholte. Um 23 Uhr 45 war dann auch für The Platoon Schicht im Schacht und es wurde Zeit für die letzte Band des Abends. Mehr Pics von The Platoon The Platoon: Website / MySpace

You Get What You Deserve – 26. Januar 2007, Mönchengladbach – Projekt 42Crisis Never Ends – Ein funken Metall

Die vier Stuttgarter von Crisis Never Ends betraten um 00 Uhr 05 die Bühne und sofort beim ersten Song 'Stop And Think' war klar, dass es hier weniger um Oldschool Hardcore, sondern mehr um Metalcore geht. Fronter Heiko begrüßte die, nicht mehr vollzählige, Menge, es gab anscheinend einige musikalische Kleingärtner unter dem Publikum, und sofort ging es weiter mit 'Eaten Alive' vom aktuellen Longplayer 'A Heartbeat Away'. Einige ließen sich von der Musik mitreißen und zeigten der Band, dass ihnen gefiel, was dort auf der Bühne stattfand. Andere hingegen nickten gelangweilt mit dem Kopf oder unterhielten sich, was bei der Lautstärke der Musik wirklich beachtlich war. Es folgten 'A Heartbeat Away' und 'Friends Like You' und was hier auf der Bühne zu begutachten war, machte tatsächlich Spaß, denn die Posen, die Michael mit seinem Bass veranstaltete, zauberten dem einen oder anderen Zuschauer ein Schmunzeln ins Gesicht. Aber auch die Gitarristen Stephan und Jürgen, sowie Drummer Sascha machten ihre Arbeit hervorragend. Vom Riffing her ging es hier sehr schwedisch zur Sache und Crisis Never Ends können sich neben Bands wie Heaven Shall Burn oder Unearth mit Sicherheit sehen lassen. Aber die Fans der alten Schule sollten auch bei dieser Band nicht zu kurz kommen. Nachdem die letzten Töne von 'Friends Like You' ausgeklungen waren, wurde ein zweites Mikro, mit der Bitte, doch mitzusingen, falls man der Lyrics mächtig sei, vor der Bühne platziert. Was dann erschallte, kam unerwartet und zündete wie eine Bombe. Der erste Ton und alle wussten, dass es sich hier um den Klasiker 'New Direction' von den legendären Gorilla Biscuits handelte. Einige nahmen dann auch das Mikro in Anspruch, andere bewegten sich fröhlich zu den Tönen dieses niemals vergessenen Songs. Danach gaben Crisis Never Ends noch 'The Mirror' und 'Ocean Of Wasted Lives' zum Besten und um 00 Uhr 40 war dann Schluss mit Live Musik für diesen Abend. Mehr Pics von Crisis Never Ends Crisis Never Ends: Website / MySpace

Alles in allem, war dieser Abend durchaus gelungen. Ein ordentlicher Mix zwischen Oldschool Hardcore und Metal Bands wurde den Zuschauern hier präsentiert. Auch wenn Crisis Never Ends nicht ganz in das Konzept reingepasst haben, haben sie ihren Job doch mit Bravour erledigt. Einzig und allein der Sound im Projekt 42 war ein wenig zu bemängeln, da besonders bei The Platoon ein paar Probleme mit dem Mikro entstanden, die der Stimmung jedoch keinen Abbruch taten.
Autor: Alexander Greve